Zu MAYL.DE - Ihr spamgeschütztes eMailKonto
 

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Intelligente Produkte statt Gewaltmaßnahmen
Fragen und Antworten zum Thema "Zeitgemässe Spamabwehr"
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  Server abschalten, Domainbetreiber verfolgen oder die deutschen Gerichte mit tausenden von Spamprozessen überziehen - das kann nach Auffassung kompetenter Branchenkenner nicht die Lösung des Spamproblems im Internet sein. Jochen Diebel (60), Vorstand des I.D.I. Verbandes e.V. und Mitinitiator des MAYL-Projektes, nimmt hier Stellung zu verschiedenen Fragen.

Worauf beruht die vom Verband jetzt der Allgemeinheit vorgestellte Online-Lösung für die Spamabwehr ?

Das spamgeschützte Mailkonto MAYL.DE, Anfang November 2002 nach vier Monaten Live-Test auch für eine grössere Nutzerzahl freigegeben, basiert auf zum Patent angemeldeten Techniken von Mailport25, einem amerikanischen Spezialisten für Mailsoftware. Zusammen mit dem I.D.I. wurde auf Basis des eigenen spamgeschützten Mailsystems mailcircuit.com seit Anfang letzten Jahres der jetzt vorliegende deutschsprachige Service von MAYL.DE entwickelt.

Was ist von der Methode zu halten, die Adressen von Spam-Versendern in
sogenannte Sperrlisten zu übernehmen und diese an möglichst viele ISP zu verteilen?


Davon nimmt man bei MAYL und auch beim Verband inzwischen prinzipiell Abstand. Denn die Zeit der Verfolgungen sollte bei einem so neuzeitlichen Medium wie dem Internet doch besser der Vergangenheit angehören.

Wie löst MAYL.DE das Problem?

Spams werden zunächst auf ihre Häufigkeit untersucht (waren mindestens soundsoviel da?), danach wird der komplette Header analysiert und zuletzt der gesamte Inhalt.
Alle Erkenntnisse daraus sind in Form von Algorithmen und Tabellen dem sogenannten Spamfilter zugefügt, damit dieser immer auf dem neuesten Stand ist. Darin begründen sich auch die zum Patent angemeldeten
Verfahren von Mailport25.

Ist MAYL.DE also eine deutsche Kopie des amerikanischen mailcircuit.com?

Durch Die Kooperation mit dem I.D.I. sind hier viele neue Impulse eingeflossen. Es sollen zudem ja nur wirkliche Spammer ausgeschlossen werden und nicht böswillig verleumdete Versender, die irgend jemand mit einer einzelnen Mail verärgert haben. Die Einstellung der deutschen User von Mailkonten sind zudem auch etwas unterschiedlich zu dem der Amerikaner.

Stützt sich das Filtern von Spam bei MAYL.DE auf die bisher üblichen Blacklists?

Viele Spammer wählen selten zweimal die gleiche Absenderadresse, oft sind die Header sogar komplett gefälscht.
Deshalb lohnt es sich auch nicht, Datenbanken allein auf dieser Basis aufzubauen. Andere Tricks sind, die Empfängeradresse gleichzeitig als Absender einzusetzen.
MAYL.DE verwendet daher vergleichende Verfahren anderer Art, weshalb man bei MAYL.DE auch keine Mails von sich selbst an sich selbst senden kann. Wozu auch.

Was halten Sie von der Sperrung spamfreundlicher ISPs oder IPs, wie dies u.a. SpamCop initiiert?

Institutionen wie Spamcop sind uns zu einseitig, keiner kann kontrollieren, welche Fehler gemacht werden und welche Anschuldigungen wirklich stimmen. Vor kurzem haben Spammer die Adresse von Spamcop als Absender in ihre gefälschten Header gesetzt, wodurch Spamcop selbst einmal erleben musste, was einem dann so alles widerfahren kann.
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  Was geschieht mit gemeldeten Spams, was mit Spam aus Ländern, auf die man noch gar nicht einwirken kann?

MAYL.DE und mailcircuit.com leiten Spam nur noch an das vom I.D.I., Mailport25 und anderen Partnern geschaffene Spamcenter International weiter. Dies verwertet alle gemeldeten Spam-Mails, auch die aus Deutschland (über spam@idi.de). Die dafür eingerichteten Weiterleitungsadressen kann jeder weltweit kostenlos nutzen. Von ausländischen Spammails werden vor allem die Header diagnostiziert.


Was ist das Effektive an den neuen spamgeschützten Mailkonten?


Der I.D.I. hat aus der Fülle der üblichenen Spamtechniken gelernt, dass die beste Waffe keine Verbote, Listen oder zweifelhafte Sperrungen sind, sondern schlicht und einfach die Aussperrung von Spam durch intelligente Softwarelösungen. Selbst Einrichtungen wie die deutsche eRobinsonliste, die der I.D.I. ja selbst verwaltet, haben nur eine beschränkte nationale Bedeutung. Hier greift das neue Prinzip, egal woher der Spam kommt.

Und damit können Sie alle Spam-Arten direkt abwehren?

Ja. Bei MAYL dürfen Spammer spammen, so viel sie wollen. MAYL setzt im Grunde das Aschenputtel-System um: die Guten in die Mailbox, die Schlechten in den Papierkorb oder zum Spamcenter. MAYL killt Spam möglichst schon auf dem Eingangsserver und verwertet die daraus gewonnen Erkenntnisse zur Entwicklung weiterer Antispam-Techniken.
Erweitert wird dieses System durch die Handshake Technik.

Worum geht es beim Handshaking?

Jeder, der mir zum ersten mal eine eMail sendet, muss sich zunächst identifizieren. Er erhält deshalb eine automatische Ident Mail. Hat er den darin enthaltenen Klick einmal ausgeführt, ist dieser Prozess in Zukunft nicht mehr notwendig. Diese Technik wird bereits seit vielen Jahren auch in anderen Produkten eingesetzt.

Wird das Produkt weiter entwickelt, was ist mit dem Preis?

MAYL wird immer ein lebendiges Produkt bleiben, weil auch die elektronischen Medien sich ständig weiter entwickeln. Erwähnen sollte man übrigens den integrierten Echtzeit-Virenschutz (in Zusammenarbeit mit SOPHOS), der allein ist schon den Preis wert ist. Deshalb sind 1.65 Euro mehr als userfreundlich, zudem noch, wo alles ohne Werbung läuft.

Welche weiteren Projekte verknüpfen Sie mit dem spamgeschützten Mailkonto?

Angelaufen ist MAYL.INFO - ein Online Forum mit dem Anspruch, möglichst wenig weiteren Mailmüll zu produzieren. Wer sich informieren will, liest es online oder zieht es sich auf den eigenen Rechner runter. Antworten kann man direkt online oder durch Einspielen von Beiträgen.

Werden Sie die deutsche eRobinsonliste weiter pflegen?

Auf alle Fälle, weil ihre nationale Bedeutung grösser ist, als viele glauben. Denn sie hat eine durchaus disziplinierende Wirkung. Die bisherigenen gedruckten Anzeigenformulare werden allerdings eingestellt und durch CGIs sowie Links zum Spamcenter ersetzt.

Ein Fazit zum Schluss?

Der I.D.I. sieht seinen Auftrag eher darin, Spam möglichst effektiv zu verhindern, als Beweise für Prozesse zu sammeln, die gar nicht nötig sind.
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